Der Präsident des Deutschen Atomforums, Otto Majewski, bezeichnete die Pläne der Bundesregierung als einen "Irrweg". Ein völliger Ersatz des Atomstroms durch regenerative Energien sei bis auf weiteres technisch nicht möglich, so dass derzeit nur ein verstärkter Einsatz fossiler Träger wie Braun- und Steinkohle in Frage käme. Mit weitreichenden Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland rechnet neben Majewski auch der Vorstandsvorsitzende der RWE Energie AG, Manfred Remmel, für den Fall eines Scheiterns der Konsensgespräche. "Dies wird - auch international - das Gesamtklima für Investitionenbeschädigen."
Ernst Schwanhold, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, unterstrich die Bedeutung des Konsenses zwischen Regierung und Energieversorgern mit den Worten, dieser sei "unbedingt notwendig". Ein Dissens, so Schwanhold, würde zu unendlichen Schwierigkeiten führen. Eine "entschädigungsfreie gesetzliche Regelung" sei dann kaum mehr erreichbar. Im Ausblick auf die kommende Runde der Gespräche am 4. Februar sagte er zu: "Wir können über ein Gesamtpaketaus Restlaufzeiten, Transporten und Endlagerung diskutieren."
Die Bundesvorstandssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Gunda Röstel, sagte auf der Veranstaltung, dass die von Schwanhold aufgezeigte Verhandlungslinie für ihre Fraktion eine "akzeptable Gesprächsgrundlage" darstelle, selbst wenn es nach einer Einigung auf dieser Basis "nicht zur Abschaltung eines Atomkraftwerkes noch in dieser Legislaturperiode" komme.