Eisenerzbergwerk Schacht Konrad - Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Eisenerzbergwerk Schacht Konrad - Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Dezember 2011

Eisenerzbergwerk Schacht Konrad

Eine Informationsstelle in Salzgitter-Lebenstedt gibt den Besuchern Auskunft über die Bauphase und das Nutzungskonzept des zukünftigen Endlagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle Schacht Konrad. Nach Prognosen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) werden hier im Jahr 2040 rund 270.400 m³ schwach- und mittelradioaktiver Abfall aus Medizin, Forschung und Industrie eingelagert sein. Diese schwach und mittelradioaktiven Abfallgebinde bilden gut 90 Prozent des gesamten radioaktiven Abfallvolumens Deutschlands. In ihrer Zusammensetzung bestehen die Abfälle beispielsweise aus kontaminierten Spritzen, Putzlappen, Laborgerätschaften, Bauschutt usw.

Entscheidend bei der Auswahl Schacht Konrads war, dass über dem Erzlager mächtige Ton- und Mergelschichten liegen, die verhindern, dass oberflächennahes Grundwasser in die Schachtanlage eindringen kann. Wegen dieser besonderen geologischen Eigenschaften ist das Bergwerk außergewöhnlich trocken und ideal für die Endlagerung radioaktiver Stoffe. Die Umrüstung hat begonnen. Nach der aktuellen Konzeption des BfS soll 2019 das Endlager Konrad in Betrieb genommen werden.