Kohlendioxid ist der Hauptübeltäter beim Treibhauseffekt. Kohlendioxid, genauer Kohlenstoffdioxid, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff und gehört zur Gruppe der Kohlenstoffoxide. Es ist ein farb- und geruchloses Gas, das mit einer Konzentration von ca. 0,04 Prozent (derzeit 381 ppm entspricht 0,0381 Prozent) ein natürlicher Bestandteil der Luft ist. Die Abkürzung ppm bedeutet „Parts per Million“, also „Teile pro Million Teile Luft“, und ist eine gängige Maßeinheit.
CO2 entsteht sowohl bei der vollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichendem Sauerstoff als auch im Organismus von Lebewesen als Kuppelprodukt der Zellatmung. Also auch Pflanzen atmen CO2 aus. Umgekehrt sind Pflanzen und Bakterien aber in der Lage, durch die so genannte Kohlenstoffdioxid-Fixierung das CO2 in Biomasse umzuwandeln. Das nennt man Photosynthese. Aus CO2 und Wasser entstehen mit Hilfe von Licht und Chlorophyll Traubenzucker und Sauerstoff. Das ist der Energiekreislauf der Pflanzen, und CO2 ist dessen Lebenselixier. Das CO2, das die Natur produziert, nimmt sie wieder auf – ein genialer Mechanismus.
Der CO2-Anteil in der Atmosphäre hat seit jeher beträchtlich geschwankt. So lag er vor ca. 300 Mio. Jahren im so genannten Karbon-Zeitalter wahrscheinlich bei mindestens 1.400 ppm. Vor über 100 Jahren war der Anteil weitaus geringer, und stieg seit Beginn der Industrialisierung von ca. 280 ppm auf 381 ppm im Jahre 2005. Er steigt zurzeit weiter um durchschnittlich 1,5 bis 2 ppm pro Jahr. Damit würde bald die höchste Konzentration seit mindestens 650.000 Jahren erreicht.