Radioaktiver Abfall - Woher er kommt

Radioaktiver Abfall entsteht beim Betrieb von Kernkraftwerken, aber auch in Forschung und Medizin fallen radioaktive Abfälle an. So arbeiten beispielsweise Ärzte mit radioaktiven Stoffen zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken und bestrahlen ihre Patienten bei Krebserkrankungen. Es gibt sie aber auch in ganz anderen Bereichen: So sind bei der Erdölförderung die Bohrgestänge mit Ablagerungen behaftet, die aus geologischen Gründen Radium und Uran - also natürliche radioaktive Stoffe - enthalten und bei der Aufbereitung von Phosphatdünger fallen ebenfalls radioaktive Abfälle an.

Bis in Deutschland ein Endlager errichtet und in Betrieb genommen wird, müssen diese Abfälle sicher „zwischen”-gelagert werden. Deshalb betreiben zum einen die Bundesländer zahlreiche Landessammelstellen für schwach- und mittelradioaktive Abfälle; zum anderen betreiben die Kernkraft betreibenden Unternehmen so genannte „dezentrale” Zwischenlager an den Kernkraftwerksstandorten. Zudem sind an den Standorten Gorleben und Ahaus „zentrale” Zwischenlager in Betrieb.

Von der Tatsache einmal abgesehen, dass durch die dezentrale Zwischenlagerung zunächst zahlreiche Transporte vermieden werden können, müssen radioaktive Abfälle jedweder Art früher oder später sicher endgelagert werden.



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