Die Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle stellt – wie bereits erwähnt – lediglich eine Lösung „auf Zeit“ dar. Zur Erinnerung - unterschieden werden grundsätzlich zwei Klassen:
Die Entwicklung von Wärme ist eine Folge der in den hochradioaktiven Stoffen ablaufenden Zerfallsprozesse. Die Radioaktivität der Abfälle nimmt also mit der Zeit ab, indem sich die Strahlungsenergie in Wärme umwandelt, die wiederum an die Umgebung abgegeben wird. Um rund 90 Prozent wird sich die Radioaktivität und Wärme von abgebrannten Brennelementen, die aus Kernkraftwerken stammen, während der Zwischenlagerung verringern.
Daher ist die Zwischenlagerung ein notwendiger Bestandteil des Entsorgungsprozesses angesehen werden; jedoch nur, was die abgebrannten Brennelemente oder Glaskokillen betrifft. Denn nur diese entwickeln Wärme.
Neben den zwei zentralen Lagern Ahaus und Gorleben sind weitere kleinere Lager direkt an den Kraftwerksstandorten in Betrieb. Hier werden abgebrannte Brennelemente zwischengelagert und damit Transporte vermieden.
Die ebenfalls auf den vorhergehenden Seiten beschriebenen CASTOR®-Behälter sind für die Zwischenlagerung entwickelt worden. Sie dienen nicht nur dem Transport sondern auch der Lagerung. In zahlreichen Tests wurde der Beweis erbracht, dass die Behälter allen nur denkbaren Belastungen standhalten und die radioaktiven Abfälle sicher einschließen. Zudem sind die CASTOR®-Behälter so konstruiert, dass sie Wärme an die Umgebung abgeben können.
Die CASTOR®-Behälter, in denen das hochradioaktive Material gelagert wird, sorgen damit für die Sicherheit beim Transport und im Zwischenlager.
Wie skizziert wurde, werden radioaktive Abfälle, die nicht aus Kernkraftwerken, sondern aus Forschung, Medizin sowie Industrie stammen, in Einrichtungen der einzelnen Bundesländer, den so genannten Landessammelstellen gesammelt und zwischengelagert. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle stellen ungefähr 90 Prozent (ca. 277.000 Kubikmeter) aller in Deutschland anfallenden radioaktiven Abfälle dar, während hochradioaktive Abfälle nur etwa 10 Prozent (ca. 29.000 Kubikmeter) ausmachen.
Video:
"Das Zwischenlager Gorleben",
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