Contra: Die Anti-AKW-Bewegung

In der Anfangszeit der Kernenergie in Deutschland gab es nur wenig Kritik. Das änderte sich Ende der 60er Jahre. 1968 protestierten vor allem Studenten gegen eine als „spießbürgerlich“ empfundene Gesellschaft und für eine gerechte, friedliche Welt. Eine Folge dieser so genannten 68er-Bewegung war unter anderem auch eine neue Skepsis gegenüber der Kernkraft.

US-Wissenschaftler behaupteten, dass sich in der Umgebung von Kernkraftwerken Krebsfälle häufen. Das konnte zwar nie bewiesen werden, verunsicherte jedoch viele Menschen. Groß waren zudem die Angst vor Unfällen in Kernkraftwerken und die Bedenken gegenüber der Gefährlichkeit von Radioaktivität für Mensch und Umwelt. Außerdem bezweifelten viele, dass die friedliche Nutzung der Kernenergie sich von der Atomwaffenforschung trennen lässt. In diesem Umfeld entstand ein engagierter Widerstand gegen Kernenergie: die in den 70er und 80er Jahren aktive Anti-AKW-Bewegung.



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