Hochenergetische, kurzwellige elektromagnetische Strahlung, die von
einem Atomkern ausgestrahlt wird. Die Energien von Gammastrahlen liegen
gewöhnlich zwischen 0,01 und 10 MeV. Auch Röntgenstrahlen treten in
diesem Energiebereich auf; sie haben aber ihren Ursprung nicht im
Atomkern, sondern entstehen durch Elektronenübergänge in der
Elektronenhülle oder durch Elektronenbremsung in Materie
(Bremsstrahlung).
Im allgemeinen sind Alpha- und Betazerfälle und immer
der Spaltungsvorgang von Gammastrahlung begleitet. Gammastrahlen sind
sehr durchdringend und lassen sich am besten durch Materialien hoher
Dichte (Blei) und hoher Ordnungszahl schwächen.