Lexikon

Stellarator

Versuchsanordnung zur kontrollierten Kernfusion. In einem Stellarator wird die schraubenförmige Verdrillung der Feldlinien um die Torus-Seele durch äußere Spulen erzeugt. Ein Stellarator kommt im Gegensatz zum Tokamak ohne einen Längsstrom im Plasma aus. Er kann im Prinzip stationär arbeiten. In einem Stellarator wird der magnetische Käfig durch ein einziges Spulensystem erzeugt. Der Verzicht auf den ringförmigen Plasmastrom bedeutet jedoch die Aufgabe der beim Tokamak vorhandenen Axialsymmetrie; Plasma und Magnetspulen besitzen eine kompliziertere Form. Für ein Fusionskraftwerk könnten Stellaratoren eine technisch einfachere Lösung sein als Tokamaks. Auf theoretischem Wege ist diese Frage nicht zu beantworten; sie experimentell zu entscheiden, ist das Ziel der WENDELSTEIN-Experimente des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik.

Bild: Prinzip des Stellarators Prinzip des Stellarators


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