Lexikon

Strahlenexposition, Kraftwerke

Nicht nur Kernkraftwerke emittieren radioaktive Stoffe mit der Abluft.

Fossile Brennstoffe enthalten in unterschiedlicher Konzentration natürlich radioaktive Stoffe, die bei der Verbrennung freigesetzt werden. Unterschiedliche Feuerungstechniken führen durch die temperaturabhängige Flüchtigkeit zu stark variierenden Anreicherungen in der Flugasche. Für eine erzeugte elektrische Energie von 1 GWa beträgt die Emission an langlebigen alphastrahlenden Stoffen etwa 10 GBq bei einem Steinkohle- und 1 GBq bei einem Braunkohlekraftwerk. Die für verschiedene Kraftwerke an der ungünstigsten Einwirkungsstelle auftretende effektive Äquivalentdosis liegt im Bereich von 0,1 bis 100 Mikrosievert pro Jahr.

Primärenergieträger max. effektive Dosis in der Umgebung Sv pro Jahr
dosisrelevante Nuklide
Braunkohle
Steinkohle
Öl
0,5 bis 2
1 bis 4
1
U-238, Th-232 und Folgeprodukte, insbesondere Ra-226, Pb-210, Po-210
Erdgas 0,2 bis 1 Radon-222 und Folgeprodukte
Kernenergie 0,1 bis 5 Spalt- und Aktivierungsprodukte
Strahlenexposition durch Kraftwerke mit verschiedenen Primärenergieträgern, normiert auf die Erzeugung einer elektrischen Energie von 1 GWa.


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