Ähnlich dem Schalenmodell in der Atomphysik gibt es auch in der Kernphysik ein Schalenmodell, das es erlaubt, die Energiezustände eines einzelnen Nukleons zu berechnen. Das 1949 von Wigner und Goeppert-Mayer entwickelte Schalenmodell des Atomkerns führt den Aufbau der Atomkerne auf quantenmechanische Gesetzmäßigkeiten zurück. Das Schalenmodell kann die besondere Stabilität mancher Kerne erklären.
So sind Kerne mit einer so genannten „magischen Nukleonenzahl” stabiler als solche, die mehr oder weniger Nukleonen besitzen. Als magische Zahlen bezeichnet man dabei die Protonen- und Neutronenzahlen, bei denen die Schalen voll besetzt sind. Werte der magischen Zahlen sind für Neutronen und Protonen z. B. 2, 8, 20, 28, 50, 82, 126. Wenn man die Protonen betrachtet, sind die dazugehörigen Elemente Helium (2), Sauerstoff (8), Calcium (20), Nickel (28), Zinn (50) und Blei (82). Diese kommen sehr häufig in der Natur vor.
Ein doppelt magischer Kern besitzt eine magische Protonen- und eine magische Neutronenzahl, z. B. Helium-4 (2 Protonen, 2 Neutronen), Sauerstoff-16 (8 Protonen, 8 Neutronen), Blei-208 (82 Protonen, 126 Neutronen).
Neben diesen beiden gängigen Modellen gibt es eine Vielzahl weitere Modellvorstellungen.