Für die Nutzung der Kernbindungsenergie stehen also grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
Sehr leichte Kerne, zum Beispiel
werden miteinander verschmolzen. Daraus entstehen dann schwerere Kerne, deren Kernteilchen stärker aneinander gebunden sind. Das ist nur durch einen weiteren Massenverlust, d. h. eine Energieabgabe zu erreichen. Nach diesem Prinzip funktioniert die Energiefreisetzung im Innern der Sonne.
Schwere Kerne werden in mittelschwere gespalten. Da die Bindungsenergie je Nukleon bei mittelschweren Kernen größer ist als bei schweren Kernen, tritt auch dabei Massenverlust und damit eine Energiefreisetzung auf. Dieses Prinzip wird in Kernkraftwerken genutzt.