In der Nebelkammer werden die Spuren der beim radioaktiven Zerfall ausgesandten Teilchen sichtbar gemacht. Wenn das Teilchen eine elektrische Ladung besitzt, dann bewegt es sich bei einem angelegten Magnetfeld auf Kreisbahnen.
Bei einer Nebelkammer handelt es sich um ein Gefäß, das mit einem wasserdampfgesättigten Gas, z. B. Luft, gefüllt ist. Die Bahnen von Teilchen werden darin als Nebelspuren sichtbar, weil die Teilchen die Gasmoleküle ionisieren und diese dann als Kondensationskerne dienen. Rund um die ionisierten Gasmoleküle bilden sich auf diese Weise winzige Tröpfchen, und man kann die Bahn des Teilchens verfolgen. Das sieht so ähnlich aus wie die „Kondensstreifen”, die Flugzeuge mit den Triebwerken hoch am Himmel erzeugen.
Meistens legt man an eine Nebelkammer zusätzlich ein Magnetfeld an: So erkennt man, ob das Teilchen geladen ist. Positiv geladene Teilchen drehen Spiralbahnen in die eine Richtung, negativ geladene Teilchen in die entgegengesetzte Richtung. Je enger eine Spirale ist, desto kleiner war die Energie des einfallenden Teilchens.
Beim Nebelkammerspiel können wir jetzt unser Wissen unter Beweis stellen: