Die Beta-Strahlung


Beim Beta-Zerfall werden in der Regel negativ geladene Elektronen aus dem Kern geschleudert. Man spricht dann vom Beta-Minus-Zerfall. (Es gibt auch einen Beta-Plus-Zerfall, doch der ist unter den natürlichen Radionukliden viel seltener.) Die Elektronen, die die Strahlung ausmachen, kommen übrigens nicht aus dem Nichts: Sie entstehen dadurch, dass sich im Atomkern ein Neutron in ein Proton und ein Elektron umwandelt:

Zerfall eines Neutrons im Atomkern

Das Proton bleibt im Kern, das Elektron wird weggeschleudert. Das ist zum Beispiel beim Cäsium-137 der Fall. Es entsteht Barium-137. Die Reichweite von Beta-Strahlung kann in Luft mehrere Meter betragen, abschirmen lässt sie sich durch Aluminium- oder Kunststoffplatten von einigen Millimetern Dicke. Die Geschwindigkeit der Teilchen kann dabei von nahezu null bis zu Lichtgeschwindigkeit betragen.

Im täglichen Leben trifft man Beta-Strahler als strahlentherapeutische Maßnahme: Krebsgeschwüre unter der Hautoberfläche können so bestrahlt werden. Bei der C14-Methode spielt die Beta-Strahlung ebenfalls eine Rolle: Sie misst die C14-Reste, die über die Jahrtausende beim Zerfall übrigbleiben. Mit ihnen kann man das Alter von archäologischen Fundstücken bestimmen.



Navigation


Kontaktinformationen

INFORUM Verlags- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Informationskreis KernEnergie

Robert-Koch-Platz 4
D-10115 Berlin
Fon: +49 30 498555-30
Fax: +49 30 498555-18
E-Mail: info@kernfragen.de
www.kernfragen.de

Geschäftsführer: Dieter H. Marx
Sitz und Handelsregister: Berlin HRB 88477
USt-IdNr. DE 230112153
USt-Nr. 37/464/20778