Der Abschnitt über die Blasenkammer hat uns gezeigt, daß Messgeräte ziemlich groß werden können. Doch die „Big European Bubble Chamber” war noch ein Zwerg, verglichen mit den Detektoren, die heute in der Teilchenphysik eingesetzt werden - zum Beispiel bei der Erforschung von Quarks. Man nutzt sie in der Regel bei Kollisionsexperimenten, bei denen größere Teilchen auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt werden und aufeinander prallen. Dabei entstehen neue Teilchen und Strahlung, die man mit den gewaltigen Detektoren vermisst.
Einer der größten Detektoren hat im September 2008 am CERN in Genf in den Betrieb aufgenommen: ATLAS. Ein anderer, ZEUS, arbeitet seit Jahren am Deutschen Elektronensynchrotron DESY in Hamburg. In beiden steckt eine ganze Reihe von Messgeräten. Zu den heute verwendeten Messgeräten gehören Szintillationszähler, Halbleiterzähler und anderes mehr. Oft werden diese Detektoren aus hunderten oder sogar tausenden kleiner gleichartiger Nachweisinstrumente für Strahlung zusammengesetzt.