Die Strahlung trifft auf einen Körper


Die zuvor besprochene Energiedosis macht nur Angaben darüber, welche Energiemenge von einer Strahlung an ein Material übertragen wird – doch wie wirkt die Strahlung im menschlichen Körper?

Antwort: Je nachdem. Ein wichtiges Maß ist hierbei der Energieübertrag durch Strahlung pro Wegstrecke im Körper. Bei der Alphastrahlung (Heliumkerne) ist dieser Energieübertrag pro Mikrometer deutlich größer als bei Beta- oder Gammastrahlung. Bei Alphateilchen ballt sich der biologische Schaden auf engem Raum und addiert sich so auf, während die Schäden bei Betastrahlen weiter gestreut werden. Daher können sie durch zelleigene Reparaturmechanismen beseitigt werden.

Unterschiedliche Organe, unterschiedliche Schäden

Grundsätzlich ionisiert die Strahlung in den Zellen direkt oder indirekt Atome und Moleküle und erzeugt dabei chemisch aggressive Zellgifte, die unter anderem die Funktion der Erbsubstanz verändern können.

Es macht aber einen Unterschied, welches Organ bestrahlt wird. Die Haut, die ohnehin ständig von der UV-Strahlung der Sonne getroffen und laufend repariert und abgestoßen wird, wird zum Beispiel mit Strahlenschäden viel besser fertig als die Lunge. Und schließlich ist noch wichtig, wie lange man der Strahlung ausgesetzt ist.



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