Bestrahlung mit Betateilchen


Betateilchen sind Elektronen. Sie dringen weiter als Alphateilchen in die Materie vor und können dabei eine ganze Reihe von Effekten auslösen: Ionisation, Anregung von Atomen, Streuung - und sie können Bremsstrahlung erzeugen. Wie vielleicht schon bekannt ist, stellt die Betastrahlung eine locker ionisierende Strahlung dar. Das liegt daran, dass die Betastrahlungs-Elektronen auf Hüllenelektronen eines Atoms treffen müssen, wenn das Atom ionisiert werden soll.

Ein wenig wahrscheinliches Zusammentreffen

Das ist im Grunde ebenso wahrscheinlich, als sollten sich zwei Stecknadelspitzen so aufeinander zubewegen, dass sie sich treffen. Nur die Tatsache, dass im Material jede Menge Atome - also „Nadelspitzen” - vorhanden sind, führt dazu, dass ein Betateilchen doch mal auf ein anderes Elektron trifft.

Als Faustregel gilt: Bei gleicher Energie und Ladung ionisieren geladene Teilchen umso stärker, je größer die Masse ist.

Betastrahlung hinterlässt daher beim Fliegen durch Materie eine Spur von relativ weit auseinanderliegenden Ionen, und Materialien, deren Atomhülle viele Elektronen beinhaltet, erhöhen diese Wahrscheinlichkeit beträchtlich. Je höher daher die Kernladungszahl ist, desto besser schirmt ein Material Betastrahlung ab.



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