Nun wissen wir, dass die verschiedenen Strahlungsarten beim Einfall in Materie ganz unterschiedlich reagieren, und man sie daher ganz unterschiedlich abschirmen muss.
Alphastrahlung dringt nicht tief ein, weil sie ihre Energie recht schnell durch Ionisation los wird. Daher reicht hier zur Abschirmung im Prinzip ein Blatt Papier. Betastrahlung ionisiert dagegen lockerer und dringt daher tiefer ein. Als Abschirmung gegen diese Strahlung kann man Metalle mit niedriger Ordnungszahl - z. B. Aluminium - nehmen, da dabei Bremsstrahlung entsteht. Gamma- oder Röntgenstrahlung lässt sich zum Beispiel durch dicke Betonschichten oder mit Blei abschirmen. Und energiereiche Neutronenstrahlung erfordert im Prinzip mehrere Absorberschichten, die zuerst Neutronen bremsen, dann einfangen und die dabei entstehende Gammastrahlung wegfangen (oder dicke Betonwände).
Wie lange strahlt eine Strahlungsquelle?
Doch wie lange muss man eine Quelle eigentlich abschirmen? Wie lange strahlt ein Alphastrahler oder eine Gammastrahlenquelle? Das können wir im nächsten Modul lernen.
Kein Durchkommen für Strahlung: Eine einfache, dünne Mauer wie diese reicht unter Umständen noch nicht zur Abschirmung von Strahlung, besonders wenn es sich um energiereiche Gamma- oder Neutronenstrahlung handelt.