Wie wird die Kettenreaktion ausgelöst?


Die Auslöser für die Kettenreaktion im Kernkraftwerk sind thermische Neutronen: Also relativ langsam fliegende Neutronen mit niedriger Energie. Wenn diese auf das Uran-235 in den Brennstäben treffen, dann werden sie von den Kernen geschluckt. Das bekommt den Urankernen nicht gut: Der neue Kern besteht gerade mal etwa 0,000.000.000.000.01 Sekunden (also 10 hoch minus 14 Sekunden), bevor er zerplatzt - man kann sich das so ähnlich vorstellen, wie einen großen Wassertropfen, der in zwei kleinere Wassertropfen zerfällt. Dabei werden zugleich zwei bis drei schnelle, also energiereiche Neutronen frei.

Diese werden im Kernkraftwerk durch einen Moderator abgebremst. So können sie weitere Kernspaltungen auslösen - die Kettenreaktion kommt in Gang.

An der Entdeckung, dass die Spaltung eines einzelnen Kernes mehrere weitere Kernspaltungen auslösen kann, haben mehrere Wissenschaftler gearbeitet, darunter Lise Meitner, Otto Hahn, Fritz Straßmann und Frédéric Joliot.


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