Wer das Anfahren des Reaktors geübt hat, der ahnt jetzt vermutlich schon, dass man einen Reaktor nicht wie eine Nachttischlampe ausknipst. Wenn der Reaktors kontrolliert zum Beispiel im Rahmen von Wartungsarbeiten heruntergefahren wird, dann erfolgt das in Wirklichkeit innerhalb von einigen Stunden. Man steuert es über die Stellung der Steuerstäbe im Reaktor und die Strömung des Kühlmittels.
Doch im Falle einer Störung muss das Herunterfahren viel schneller gehen. Dazu kann man einen Gang höher schalten und die Steuerstäbe besonders schnell in den Reaktor schieben. Eine andere Methode zur sofortigen Abschaltung ist die sogenannte „Borvergiftung”.