Man kennt das vielleicht aus Science-Fiction-Filmen: In der Außenhaut des Raumschiffs öffnet sich eine Tür, der Astronaut schwebt in eine kleine Kammer, die Tür geht zu und es zischt. Nach einer Weile öffnet sich in der Kammer eine andere Tür und der Astronaut betritt das eigentliche Raumschiff. Das ist das Prinzip einer Druckschleuse: Der Luftdruck im Inneren des Raumschiffs bleibt erhalten und die Luft kann nicht entweichen, wenn ein Astronaut das Raumschiff betritt.
Ähnliches gibt es auch im Kernkraftwerk, zum Beispiel am Übergang in den Sicherheitsbehälter (allerdings mit umgekehrten Druckverhältnissen; hier ist der Innendruck kleiner als der Außendruck) – denn die Gase aus dem Inneren des Sicherheitsbehälters sollen auch beim Betreten nicht unkontrolliert nach außen dringen. Gase, die im Kernkraftwerk radioaktiv wurden, schickt man durch Kohlefilter, die sie so lange durchströmen, bis die radioaktiven Gas-Atome zum größten Teil zerfallen sind.
Die Druckschleuse stellt auch sicher, dass der Luftdruck-Unterschied zwischen Innen und Außen erhalten bleibt: Das Drucksicherungssystem...