Finanzierung der Entsorgung


 
 

Medien zum Thema

Stilllegung und Rückbau von Kernkraftwerken
Zwischenlagerbroschüre
 
Endlagerung hochradioaktiver Abfälle
Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver Stoffe
 
 
 

Finanzierung von Stilllegung und Rückbau

Die Betreiber der Kernkraftwerke und anderer kerntechnischer Anlagen sind nach dem Atomgesetz verpflichtet, die Kosten der Stilllegung und des Rückbaus ihrer Anlagen zu tragen. Konkret umfassen die Verpflichtungen der Betreiber von Kernkraftwerken in diesem Bereich folgende Punkte:

  • Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke
  • Verpackung von bestrahlten Brennelementen und radioaktiven Abfällen
  • Konditionierung und Verpackung von sonstigen radioaktiven Abfällen
  • Rückführung der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung

Diese Kosten fallen zum kleineren Teil während des Betriebs und zum größeren Teil nach der Abschaltung über einen Zeitraum von rund 20 Jahren an. Für diese Verpflichtungen haben die Betreiber der Kernkraftwerke in Deutschland in ihren Bilanzen Rückstellungen in Höhe von mehr als 20 Milliarden Euro gebildet. Rückstellungen in diesem und anderen Bereichen werden für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die hinsichtlich Höhe oder Fälligkeit ungewiss sind. Wie hoch die Rückstellungen sein müssen, regelt ebenfalls das Atomgesetz.

Finanzierung von Zwischen- und Endlagerung

Die Finanzierung der Endlagerung aller radioaktiven Abfälle sowie die Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle aus dem Betrieb und Rückbau von Kernkraftwerken erfolgt aus den Mitteln der bundeseigenen Stiftung "Fonds zurFinanzierung der kerntechnischen Entsorgung". Die finanzielle Ausstattung der Stiftung in Höhe von 24,1 Milliarden Euro ist Anfang Juli 2017 von den Betreibern der Kernkraftwerke aufgebracht worden. Sie setzt sich aus den vormaligen für die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle aus dem Bereich der Betreiber von Kernkraftwerken gebildeten Rückstellungen sowie einem Risikozuschlag zusammen. Die Verantwortung für Ausführung und Finanzierung der Entsorgungsaufgaben liegt damit in einer Hand.

Weitere Finanzierungsquellen der Endlagerung

Die von Landessammelstellen bzw. sonstiger Institutionen oder Unternehmen zu entrichtenden Einlagerungsgebühren bilden weiter Finanzierungsquellen der Endlagerung. Diese müssen ihre radioaktiven Abfälle ebenfalls an das Endlager des Bundes abgeben. Die Gebühren haben einen abschließenden Charakter. Die Abfälle gehen damit in das Eigentum und die Verantwortung der Landessammelstellen über. Diese sind dann für Zwischenlagerung und endlagergerechte Konditionierung sowie den Transport zu Endlagern des Bundes verantwortlich.

 

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