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Euratom

Die Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) erfolgte 1957 gemeinsam mit der  Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in Rom. Die Euratom, die EWG und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) bildeten zusammen die drei Europäischen Gemeinschaften. Ihre Kompetenz hat die Euratom im Bereich der friedlichen Nutzung der Kernenergie.
 
Euratom hat die Aufgabe, in der Europäischen Union (EU) die zivile Nuklearwirtschaft zu kontrollieren sowie die Kernforschung und -technik zu fördern. Die von ihr erarbeiteten Sicherheitsnormen (Grundnormen) sorgen für den Gesundheitsschutz der Arbeitskräfte und der Bevölkerung.
 
Ferner ergreift die Euratom Sicherungsmaßnahmen, um die Erfüllung des Vertrages zur Nichtverbreitung von Kernwaffen zu gewährleisten, und gibt über Europa hinaus auch technische Hilfe für Entwicklungsländer.
 
Am 1. Juli 1967 sind durch das Inkrafttreten des Fusionsvertrages die Organe der Euratom, der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) miteinander verschmolzen. Der Vertrag von Maastricht hat Euratom 1993 zu einem Teil der Europäischen Union gemacht.

 

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