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Forschungsneutronen­quelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II)

Die neue Hochfluss-Neutronenquelle FRM II wurde als Reaktorrealisiert und hat den seit 1957 betriebenen ForschungsreaktorMünchen FRM abgelöst. Aufgrund seiner weiterentwickelten technischen Konzeption hat der FRM II im Vergleich zum FRM bei einer fünfmal so hohen Reaktorleistung (20 MW) einen 50mal so hohen nutzbaren Neutronenfluss. Dabei sorgt ein groß dimensionierter Schwerwasser-Moderatortank dafür, dass dieser hohe Fluss in einem wesentlich größeren nutzbaren Volumen und praktisch ausschließlich durch langsame Neutronen, die für die Nutzung besonders gut geeignet sind, aufgebaut wird.

Inbetriebnahme am 02.03.2004.

Der FRM-II ist als Strahlrohr-Reaktor optimiert. Nahezu 50% der Experimente werden mit kalten Neutronen (deren Energie kleiner ist als 5 meV) durchgeführt. Das Konzept basiert auf dem Einsatz eines Kompaktkerns, der ein einziges zylinderförmiges Brennelement enthält, das im Zentrum eines mit Schwerwasser D20 gefüllten Moderatortanks eingebaut wird. Die Kühlung erfolgt mit leichtem Wasser H20 aus dem Reaktorbecken. Geregelt wird der Reaktor über den zentralen Regelstab im Innern des Brennelements. Zur Abschaltung ist zusätzlich ein unabhängiges System aus fünf Abschaltstäben im Moderatortank realisiert.

FRM II

 

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