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Störfallkategorien

Die meldepflichtigen Ereignisse in kerntechnischen Anlagen werden in Deutschland nach der AtMSV entsprechend der sicherheitstechnischen Bedeutung unterschiedlichen Kategorien zugeordnet.
 

  • Kategorie S: Dieser Kategorie sind solche Ereignisse zuzuordnen, die der Aufsichtsbehörde sofort gemeldet werden müssen, damit sie gegebenenfalls in kürzester Frist Prüfungen einleiten oder Maßnahmen veranlassen kann. Hierunter fallen auch die Ereignisse, die akute sicherheitstechnische Mängel aufzeigen.
  • Kategorie E: In der Kategorie E sind solche Ereignisse einzustufen, die zwar keine Sofortmaßnahmen der Aufsichtsbehörde verlangen, deren Ursache aber aus Sicherheitsgründen geklärt und in angemessener Frist behoben werden muß. Dies sind z. B. Ereignisse, die sicherheitstechnisch potentiell - aber nicht unmittelbar - signifikant sind.
  • Kategorie N: Der Kategorie N sind Ereignisse von allgemeiner sicherheitstechnischer Relevanz zuzuordnen, über die die Aufsichtsbehörde informiert werden muß. Dies sind in der Regel Ereignisse, die über routinemäßige betriebstechnische Ereignisse hinausgehen und im Sinne der Sicherheitskriterien von Bedeutung sind (Gewährleistung eines möglichst störfallfreien und umweltverträglichen Betriebs der Anlage; ausreichend zuverlässige Vermeidung von Störfällen durch entsprechende Auslegung, Qualität und Fahrweise der Anlage).
  • Kategorie V: Der Kategorie V sind alle Ereignisse in einem Kernkraftwerk vor Beladung mit Kernbrennstoffzuzuordnen, über die die Aufsichtsbehörde im Hinblick auf den späteren sicheren Betrieb der Anlage informiert werden muß.

Die Internationale Atomenergieorganisation hat eine 'Internationale Bewertungsskala für bedeutsame Ereignisse in kerntechnischen Anlagen' erarbeitet, die auch in Deutschland neben den oben genannten Meldekategorien angewandt wird. INES.

 

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