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Strahlenexposition, Grenzwerte

Wert der Dosis einer ionisierenden Strahlung, der auf der Basis von Empfehlungen wissenschaftlicher Gremien vom Gesetzgeber als das Maximum festgelegt wurde, dem eine Person ausgesetzt werden darf.

Für verschiedene Personengruppen sind unterschiedliche Dosisgrenzwerte festgesetzt. Im Strahlenschutzgesetz  sind für beruflich exponierte Personen und für Einzelpersonen der Bevölkerung die in der Tabelle angegeben Grenzwerte festgelegt. Für beruflich exponierte Personen unter 18 Jahren gelten dieselben Grenzwerte wie für Einzelpersonen der Bevölkerung. Abweichend davon kann die zuständige Behörde für Auszubildende und Studierende im Alter zwischen 16 und 18 Jahren einen Grenzwert von 6 Millisievert im Kalenderjahr für die effektive Dosis und jeweils 150 Millisievert im Kalenderjahr für die Organ-Äquivalentdosis der Haut, der Hände, der Unterarme, der Füße und Knöchel zulassen, wenn dies zur Erreichung des Ausbildungszieles notwendig ist.

Der Grenzwert für die Summe der in allen Kalenderjahren ermittelten effektiven Dosen beruflich exponierter Personen beträgt 400 Millisievert.

Körperdosis Dosisgrenzwert im Kalenderjahr


beruflich exponierte Person

Einzelperson der Bevölkerung

effektive Dosis

20 mSv

1 mSv

Organ-Äquivalentdosis



Augenlinse

20 mSv

15 mSv

Haut, gemittelt über jede beliebige Hautfläche von einem Quadratzentimeter, unabhängig von der exponierten Fläche, (lokale Haut-dosis)

500 mSv

50 mSv

Hände, Unterarme, Füße und Knöchel

500 mSv

50 mSv

Dosisgrenzwerte für beruflich exponierte Personen und für Einzelpersonen der Bevölkerung

Bei der Ableitung radioaktiver Stoffe mit Abluft oder Abwasser aus kerntechnischen Anlagen oder Einrichtungen sind die technische Auslegung so zu planen und die Anlagen so zu betreiben, dass die durch diese Ableitungen jeweils bedingten Expositionen für Einzelpersonen der Bevölkerung 0,3 Millisievert im Kalenderjahr nicht überschreiten. Der Grenzwert muss an der ungünstigsten Einwirkungsstelle unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Belastungspfade, der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Referenzperson und einer möglichen Vorbelastung durch andere Anlagen und Einrichtungen eingehalten werden.

 

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