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Strahlenexposition, natürliche

In Deutschland beträgt die natürliche Strahlenexposition für die meisten Einwohner 1 bis 6 mSv/Jahr mit einem mittleren Wert von 2,1 mSv/Jahr. Zur effektiven Dosis aus allen natürlichen Strahlungsquellen tragen die äußere Strahlenexposition zu einem Drittel und die innere Strahlenexposition zu zwei Drittel bei.

Die Dosis durch äußere Bestrahlung stammt zu etwa gleichen Anteilen von der kosmischen Strahlung, Kalium-40 und den Nukliden der Uran- und Thorium-Reihe.

Die effektive Dosis durch inkorporierte Radionuklide wird zu etwa 3/4 durch Radon-222 und Radon-220 und insbesondere deren kurzlebige Folgeprodukte verursacht, dann folgen Kalium-40 und Polonium-210.

Beiträge der verschiedenen Quellen zur natürlichen Strahlenexposition in Deutschland.

Exposition durch jährliche effektive Dosis (mSv)






Bestrahlung

Betrahlung

gesamt


von außen

von innen






kosmische Strahlung:




in Meereshöhe:

0,23


} 0,3

ionisierende Komponente Neutronen

0,07







kosmogene Radionuklide


0,02

0,02

primordiale Radionuklide:




K-40

0,17

0,17

0,34

U-238-Reihe:

} 0,12

0,02

} 1,3*

U-238 -> Ra-226


1,1*


Rn-222 - > Po-214*

}0,14

0,05

} 0,2

Pb-210 -> Po-210




Th-232-Reihe:


0,01


Th-232 -> Ra-224


0,07


Rn-220 -> Tl-208




Summe

0,7

1,4

2,1*

*Auf Grund neuer Erkenntnisse über das Lungenkrebsrisikos durch Radon und seine Folgeprodukte empfiehlt die Internationale Strahlenschutzkommission geänderte Faktoren zur Umrechnung der Radonkonzentration in effektive Dosis. Eine Anwendung dieser Berechnungsvorschläge erhöht die mittlere effektive Dosis durch Radon und seine Folgeprodukte in Deutschland von 1,1 auf 2,2 mSv/a. Folglich ergibt sich dann eine Gesamtdosis durch die natürliche Strahlenexposition von 3,2 mSv/a.

 

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