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Transport radioaktiver Stoffe

Der Transport radioaktiver Stoffe auf öffentlichen Verkehrswegen bedarf grundsätzlich der Genehmigung. Je nach Art und Menge der transportierten radioaktiven Stoffe müssen bestimmte Verpackungsvorschriften beachtet werden. Die insbesondere für den Transport abgebrannter Brennelemente erforderliche sogenannte Typ-B-Verpackung muß entsprechend international vereinbarter Regelungen folgenden Tests standhalten:

  • freier Fall aus 9 m Höhe auf ein unnachgiebiges, mit einer Stahlplatte armiertes Betonfundament,
  • freier Fall aus 1 m Höhe auf einen Stahldorn mit einem Durchmesser von 15 cm und einer Höhe von mindestens 20 cm,
  • Feuertest bei 800 °C über 30 Minuten im Anschluss an die Fallversuche,
  • Untertauchen in Wasser für 15 Stunden und einer Wassertiefe von 15 m oder bei einer Zulassung für eine besonders große Gesamtaktivität für 1 Stunde und einer Wassertiefe von 200 m. 

In den USA, England und Deutschland wurde diese Art von Behältern in speziellen Versuchsreihen noch höheren Belastungen ausgesetzt, ohne daß die Behälter undicht wurden:

  • Zusammenprall von Brennelementtransporter und Lokomotive (relative Geschwindigkeit 130 km/h),
  • Fall aus 600 m Höhe auf harten Wüstenboden (ergibt eine maximale Aufprallgeschwindigkeit von 400 km/h),
  • Aufprall eines tonnenschweren Projektils mit einer Geschwindigkeit von 300 m/s = 1080 km/h.

 

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